Bachelor-Informatik
Bachelor-Informatik ist ein modularisierter Studiengang, der für eine Regelstudienzeit von 6 Semester (+4 weiteren möglichen Semestern) angesetzt ist. Es ist der erste akademische und berufsqualifizierende Abschluss an einer Hochschule. Nach Abschluss einer Bachelorarbeit erhält man den akademischen Grad Bachelor of Science und kann wahlweise auch einen weiteren Grad (Master of Science) durch ein konsekutiven Master-Studiengang erwerben. Modularisiert bedeutet hier, daß der Studiengang auf Modulen aufgebaut ist, die 1-2 Vorlesungen umfassen können. Für jedes Modul gibt es eine bestimmte Anzhal von Credit Points. Um für eine Bachelorarbeit zugelassen zu werden, müssen jedoch erstmal eine Anzahl von Credit Points erworben werden.
Studienleistungen oder Prüfungsleistungen?
Der Unterschied zwischen einer Studienleistung und einer Prüfngsleistung ist sehr wichtig. Eine Studienleistung ist im Regefall eine von zwei zu einem Modul gehörenden Vorlesungen und kann beliebig oft wiederholt werden. Im Gegensatz dazu kann eine Prüfungsleistung normalerweise nur 3 mal wiederholt werden. Falls diese nach dem dritten Versuch nicht bestanden wurde, dann dürft ihr keine Bachelorarbeit schreiben und seit damit quasi Disqualifiziert und Exmatrikuliert. Dies hat auch zur Folge, daß ihr euch für diesen Studiengang an keiner anderen Hochschule in Deutschland nochmal einschreiben könnt. Wenn ihr euch also nach einer Vorlesung für eine Prüfungsleistung (= Modulabschlussprüfung) nicht sicher seid - überlegt es euch gut ob ihr einen der drei Versuche "opfern" wollt.
Basismodule
Im Bachelor-Studiengang müssen 98 CP in den Basismodulen gesammelt werden. Alle Basismodule sind Pflicht und bestehen oft wie man auf dem rechten Bild erkennen kann aus mehreren Studienleistungen. Um ein Modul abzuschließen und um die dafür vorgesehenen CP zu bekommen, muß man mindestens eine Studienleistung dieses Moduls, wie auch die darauf folgende Modulabschlussprüfung erfolgreich absolviert haben. Da eine Modulabschlussprüfung jedoch inhaltlich über beide Studienleistungen geht, ist es empfehlenswert beide Vorlesungen des Moduls gehört zu haben.
Programmierung und HardwareEin Beispiel: Das Modul B-PRG umfasst zwei Vorlesungen. In PRG-1 werdet ihr euch viel mit der Programmiersprache Python beschäftigen, sowie grundlegenden Konzepten und Algorithmen in der Informatik. Die Vorlesung PRG-2 führt euch dann in Datenbanksysteme, wie auch in funktionale Programmierung mit Haskell ein. Um das Modul B-PRG abzuschließen und die 17 CP zu bekommen, müsst ihr mindestens eine erfolgreiche Studienleistung in PRG-1 oder PRG-2 erbringen und dannach eine Prüfungsleistung in Form einer mündlichen Prüfung über den Inhalt von PRG-1 und PRG-2 bestehen. Die technische Informatik wird in dem Modul B-HW abgedeckt. Dort werdet ihr euch in der Vorlesung EDGI mit elektrotechnischen Grundlagen wie elektrische Felder, Bipole, Dioden und Transistoren beschäftigen und in HWR geht es dann um die Digitaltechnik mit Boolscher Algebra, Addierer, Multiplexer sowie auch etwas Assembler. |
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Theoretische Informatik
Die theoretische Informatik wird in den Modulen B-MOD, B-DS und B-GL behaldelt. In der Vorlesung MOD werdet ihr an etwas fundamentales in der Informatik herangeführt: formelle und mathematische Beweistechniken. Außerdem wird auch Boolsche und Prädikatenlogik durchgenommen, sowie auch graphentheoretische Grundlagen und Automatentheorie. Komplexitätstheorie und Laufzeiten kommen dann in der Vorlesung DS an die Reihe. Hier werdet ihr lernen welche Komplexitätsklase es gibt und wie man Rekursionsgleichungen mittels Master-Theorem lösen kann. Für diese Vorlesung sind die Kentnisse aus MOD jedoch sehr empfehlenswert. In dem Modul B-GL geht es in GL-1 hauptsächlich um Algorithmenentwurf und Analyse. Es wird die NP-Vollständigkeit behandelt, wie auch algorithmische Konzepte wie Greedy oder Divide & Conquer. In der Vorlesung GL-2 werdet ihr dann mehr über kontextfreie Grammatik, Automatentheorie und Berechenbarkeit erfahren. |
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Mathematik
Bei den Mathe Modulen ist B-M1 pflicht. M1 beschäftigt sich mit Vektorräumen, Abbildungen, Matrizen und Approximationen. Außerdem wird auch das hoffentlich vorhandene Schulwissen bez. Logarithmen, E-Funktion u.s.w vertieft. Bei den Modulen B-M2* gelten jedoch andere Regeln: Von diesen vier Modulen braucht ihr nur zwei erfolgreich abzuschließen. Außerdem fallen die B-M2 Module nicht in die Regelung einer notwendigen Wiederholung nach zwei Semestern. Numerische Mathematik behandelt Interpolation und das Lösen von linearen und nicht-linearen Gleichungen. In Elementarer Stochastik geht es natürlich um Wahrscheinlichkeiten und Kombinatorik. Es werden alle grundlegenden Wahrscheinlichkeitsverteilungen behandelt, Erwartungswerte und stochastische Modelle. Diskrete Mathematik befasst sich hauptsächlich mit den mathematischen Grundlagen für Kryptographie: Fermat, Bezout, Euklidische Ringe und Körper wie auch das RSA Schema. |
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PflichtpraktikaDie Praxis in den Basismodulen wird durch zwei Praktika abgedeckt: In PRG-PR werdet ihr in einem kleinen Team wöchentlich Java-Aufgaben programmieren und lösen müssen. Diese Aufgaben bauen dann mehr oder weniger aufeinander auf und ergeben dann am Ende vom Semester ein großes Projekt. Im Praktikum HWS-PR beschäftigt ihr euch hauptsächlich mit Hardware und hardwarenaher Programmierung mittels Assembler und VHDL. Für dieses Praktikum sind Kentnisse aus der Vorlesung HWR natürlich sehr empfehlenswert. |
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Vertiefungsmodule
Im weiteren Verlauf des Studiengangs Bachelor-Informatik müssen dann noch einige Vertiefungsmodule im Gesamtwert von 40 CP aus 5 Gebieten absolviert werden. Die folgende Graphik umfasst zur Übersicht alle Module der vorhandenen Vertiefungsgebiete. Für eine große Version bitte hier oder einfach auf das folgende Bild klicken.
Für die Vertiefungsgebiete und die 40 CP gelten folgende Regeln:
- In einem der 5 Vertiefungsgebiete müssen mindestens 16 CP erbracht werden
- In zwei weiteren der 5 Vertiefungsgebiete müssen jeweils mindestens 8 CP erbracht werden
- Die restlichen CP können frei auf Module aus allen Gebieten verteilt werden
- In den 40 CP der Vertiefungsgebiete muss mindestens ein Seminar und ein Praktikum enthalten sein
Anwendungsfächer
Jeder Bachelor-Informatiker braucht auch ein Anwendungsfach als Nebenfach. Dieses sollte im Regefall irgendwann ab dem dritten Semester im Prüfungsamt angemeldet werden. Im Anwendungsfach müssen weitere 24 CP erbracht werden. Jede Vorlesung eines Anwendungsfachs zählt als Prüfungsleistung. Es gibt folgende Anwendungsfächer:
- Kognitive Linguistik
- Physik
- Biologie
- Philosophie
- Geographie
- Meteorologie
- Mathematik
- Geophysik
- Chemie
- Medizin
- Betriebswirtschaftslehre
- Volkswirtschaftslehre




